Schützenverein Wulferstedt

Sachsen-Anhalt


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Version 2.2 - letzte Aktualisierung 21.07.18

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zwischen den Weltkriegen

Die erste Versammlung der Schützengesellschaft nach dem 1. Weltkrieg fand am 24. Februar 1919 statt. Der Schützenhauptmann Hermann Schulze gedachte der Gefallenen des verheerenden Krieges. Von einem Freischießen wurde Abstand genommen, da auch keine Festzelte zu beschaffen waren. Neuer Leutnant wurde Heinrich Hinze. Es wurde beschlossen, im Juni einen Schützenball zu veranstalten. Bei Gastwirt Rohlandt erfolgte der Tanz für die verheirateten Schützen und bei Gastwirt Borchert für die unverheirateten Schützen.

Im Jahre 1920 wurde auch kein Schützenfest gefeiert, da es auf jedem Gebiet des Wirtschaftslebens Teuerungen gab und es eine Pflicht war, von jeglicher Veranstaltung Abstand zu nehmen.

Im Jahre 1921 fand das erste Nachkriegsschützenfest statt. 76 Schützen beteiligten sich an diesem Freischießen. Neuer Hauptmann wurde Heinrich Hinze.

Die Vorboten der Inflation machten sich bemerkbar, denn im Jahr 1923 kostete die Miete für das Festzelt 1.200.000 Mark.

Im Jahre 1924 gab es neues Geld, ab nun wurde mit Rentenmark und Rentenpfennig gerechnet. Der Umrechenkurs betrug 1 Rentenpfennig gleich 10 Milliarden Papiermark. Damit war der Kassenbestand aus dem Vorjahr wertlos.

100 JahrfeierEin besonderes Jahr  für die Schützengesellschaft war das Jahr 1925, in dem die Gesellschaft ihr 100 jähriges Bestehen feierte. Erstmals nach dem 1. Weltkrieg fand wieder ein Schweineschießen und ein gemeinsames Schweinebratenessen statt. Zu dem Essen stiftete die Germaniabrauerei Oschersleben eine Tonne Bier.

100 Jahre Schützengesellschaft Wulferstedt
Die Schützengesellschaft zur 100 Jahrfeier 1925 vor dem Festzelt

König 1925 Herr Döping aus Halberstadt, von dem die Schützengesellschaft ihre Abzeichen und Orden bezog stiftete einen Wanderkönigsorden. Mit 48 Ringen errang der Schützenbruder Erich Schmidt die Königswürde. Voller Stolz nahm er den Wanderkönigsorden entgegen. Er war der Stifter der jetzigen Königskette.

In den Jahren 1925 - 1931 fanden die Schützenfeste in der bekannten Weise in Wulferstedt statt.

König 1925 Im Jahr 1926 (Bildunterschrift nebenan fehlerhaft) war Heinrich Dippe Schützenkönig. 

Ernst Isecke war König 1927 und noch mal 10 Jahre später 1937 König 1927 und 1937
König 1928 Schützenkönig 1928 Otto Brandt
1929 war Ernst Rohland Schützenkönig König 1929

Im Jahr 1932 konnte aufgrund der vorherschenden Weltwirtschaftskrise und der damit verbundenen Not kein Schützenfest gefeiert werden.

Kranzläuferin 1933Mit sehr geringer Beteiligung fand 1933 wieder ein Fest der Schützen statt.
König wurde Heinrich Hinze, Liza Schmidt wurde schnellste Läuferin, Heinz Dippe Pusterohrkönig. 

Am 13. Oktober 1936 fand eine Versammlung der Schützengesellschaft statt. Es wurde die neue Einheitssatzung für das Deutsche Reich vorgestellt. Danach sollte der Vorstand aus dem Vereinsführer, Stellvertreter und Schützenhauptmann bestehen.

Die Schützengesellschaft war nun zu einem Verein geworden. Die Versammlung beschloss aber, dass der Name Schützengesellschaft Wulferstedt traditionshalber bestehen bleiben sollte. Als Vereinsführer wurde Ernst Isecke gewählt, sein Stellvertreter war Franz Brinkmann und als Hauptmann wurde Ernst Breitmeyer bestätigt.

Kinderkönige 1939Im Jahr 1939 fand das letzte Schützenfest vor dem 2. Weltkrieg statt. Es wurde in der üblichen Weise durchgeführt. Die Beteiligung war gut, die Abrechung ergab einen Überschuss von 250 Reichsmark. Dafür wurde bei der Rechnungslegung eine Tonne Freibier bewilligt.

 

Die letzte Versammlung des Vereins fand am 13. Juli 1940 statt.

Die letzten Schützenkönige vor dem 2. Weltkrieg:

1925 Erich Schmidt   1933 Heinrich Hinze
1926 Heinrich Dippe   1934 Alfred Einbeck
1927 Ernst Isecke   1935 Richard Vahsel
1928 Otto Brandt   1936 Kurt Leiste
1929 Ernst Rolandt   1937 Ernst Isecke
1930 Heinrich Brinkmann   1938 Albert Blenke
1931 Heinrich Möring   1939 Ernst Blei
1932 kein Schützenfest      

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